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Marken müssen anfangen Menschen zu leiten


Mundpropaganda und Social Media: Mythen und Wahrheit from trnd on Vimeo.

“Die Aktivitäten von Konsumenten im sozialen Austausch, offline wie online, sind in den letzten Jahren ins Zentrum des Marketinginteresses gerückt. Dabei haben sich ein paar Mythen und Vorstellungen verbreitet, die vielleicht korrigiert werden sollten.”

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Haben Sie Beziehungsprobleme mit Ihren Kunden? Die Deutsche Bahn zeigt Social-Media-Reife


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In Jeder Beziehungskrise liegt eine große Chance inne. “Zum Glücklichsein gehören aber immer Zwei”

…es tut mir so leid. Ich weiß, dass ich in der Vergangenheit viele Fehler gemacht habe. Warum hast Du die ganzen Enttäuschungen in Dich reingefressen und noch nichts gesagt? (Jetzt können wir wohl) Ich wusste nicht, dass es so schlimm um uns steht. Ich hätte gerne früher reagiert und versucht, unsere Beziehung zu retten bzw. dich davon zu überzeugen, dass ich auch anders kann und der richtige Begleiter an Deiner Seite bin. Ich fühle mich so schuldig…

Kunde:

Meine liebste Deutsche Bahn,

seit vielen Jahren führen wir nun eine abenteuerliche Beziehung. Wir haben Tiefen überstanden, in denen du sehr einengend und besitzergreifend warst und mich manchmal überraschend mehrere Stunden festgehalten hast, weil es dir nicht gut ging. Ich verstehe ja, dass dich der Winter so überrascht hat. Für uns kam er auch so plötzlich. Ich bin da ja nicht nachtragend. Auch deine Ausreden im September, wo es laut deinen Aussagen auch schon gewisse Störungen wegen Glatteis gab, habe ich schmunzelnd hingenommen. Ich bin so gerührt,dass du so viel Zeit mit mir verbringen möchtest. Als ich dich um ein bisschen mehr Freiraum gebeten habe hast du das toleriert und kamst einfach immer ein bisschen später. Pünktlichkeit ist nicht deine Stärke,das weiß ich ja. Auch darüber sehe ich meist noch hinweg.

Dass du mich jetzt aber bei klirrender Kälte fast 45 Minuten warten lässt ohne Bescheid zu sagen und dann gar nicht auftauchst, das geht nun wirklich zu weit. Stets war ich tolerant und finanzierte deine Späßchen jedes Jahr mit mehr meiner kostbaren Taler, damit unser Verhältnis nicht beschädigt wird.

Ich finde es sehr schade, dass du unsere aufregende Beziehung so leichtfertig aufs Spiel setzt. Es tut mir sehr leid, aber ich denke nun wirklich über eine endgültige Trennung nach. Ich brauche jemanden an meiner Seite der zuverlässig ist, nicht nur mein Geld will und auch bereit ist auf meine Bedürfnisse einzugehen. Und ich habe so jemanden kennengelernt. Er nennt sich Opel und ist immer für mich da. Leider werdet ihr euch nicht kennen lernen.

Adieu.

Deutsche Bahn? – ich bin doch nicht blöd!

Die Bahn: Hallo meine liebste…,
es tut mir so leid. Ich weiß, dass ich in der Vergangenheit viele Fehler gemacht habe und nicht immer pünktlich bei unseren Treffen war. Dafür möchte ich mich in aller Form bei Dir entschuldigen. Ich habe die Zeit mir Dir sehr genossen. Manchmal wollte ich, dass sie kein Ende hat. Das ich manchmal anhänglich bin, weiß ich. Es fällt mir schwer loszulassen. Dass ich Dich mit dieser Zuneigung erdrückt habe, ist unentschuldbar und mein größtes Laster. Das wir heute einen Termin hatten, habe ich total vergessen.  Wo und wann waren wir verabredet? Ich schaue dann gerne einmal in meinem Terminkalender nach.
Ich kann verstehen, dass Du dich nach etwas anderem umgesehen hast. Eine Frau wie Du, bleibt natürlich nicht lange alleine, dass weiß ich. Vielleicht gibst Du mir aber noch einmal die Möglichkeit, Dir zu zeigen, wie viel Du mir bedeutest. Ich werde bei unseren nächsten Treffen auch versuchen pünktlich zu sein oder bescheid zu sagen, falls ich mich verspäte.
Ich werde Dich vermissen

Kunde: Ich würde dir so gerne glauben, doch die jahrelangen Enttäuschungen sitzen sehr tief… ich weiß nicht, ob ich jemals wieder Vertrauen zu dir haben kann…

Die Bahn: Warum hast Du die ganzen Enttäuschungen in Dich reingefressen und noch nichts gesagt? Ich wusste nicht, dass es so schlimm um uns steht.  Ich hätte gerne früher reagiert und versucht, unsere Beziehung zu retten bzw. dich davon zu überzeugen, dass ich auch anders kann und der richtige Begleiter an Deiner Seite bin. Ich fühle mich so schuldig.  Ich hoffe, Du kannst Dich auch an die schönen Seiten unserer jahrelangen Beziehung erinnern?

Kunde: Natürlich kam es in unserer langjährigen Beziehung auch vor, dass du pünktlich bei unseren Treffen warst und mich angemessen nach Hause geleitet hast. Jedoch wolltest du für diese Dienste auch jedes Jahr ein bisschen mehr von meinem Geld abhaben,welches im gleichen Zeitraum leider nicht parallel angestiegen ist. Auch sind einige deiner Handlanger sehr wohl nette Menschen und wissen, wie man “Kundenservice” buchstabiert. Leider fällt mir viel mehr nicht ein. Letztes Jahr habe ich mich sogar zu einem Urlaub mit dir überreden lassen und vergaß, dass du ausschließlich auf Reisende mit Laptop- Taschen spezialisiert bist. Es gibt vieles zu bereden, denn Ausreden sind leider keine Lösung für derartige Probleme. Darüber solltest du dir klar werden.

Die Bahn: Die Entscheidung liegt aber nicht bei mir. Zum Glücklichsein gehören aber immer Zwei. Ich will und möchte es gerne noch einmal versuchen.

Kunde: Liebe Freunde der Deutschen Bahn: Ich fühle mich durch eure Verkupplungsversuche sehr geschmeichelt und nehme sie zur Kenntnis. Nur weiß ich nicht, ob sich unsere Beziehung so einfach erholen kann. Ich bin bereit es mit einer Paartherapie zu versuchen, aber nur unter einer Bedingung: Lass mich bei gefühlten -20 Grad nie wieder einfach so sitzen! So behandelt man seine Freundin nicht!

Die Bahn: Ich bin immer für ein Gespräch bereit. Wenn Du zu mir gefahren kommst, kann ich Dir deine schwere Reisetasche leider nicht abnehmen.  Ich habe aber einige Freunde, die Dir da helfen können. Meine Freunde stellen sich hier vor: http://www.bahn.de/p/view/angebot/gepaeck/gepaecktraegerservice.shtml – Im inneren meines Körpers habe ich auch Platz für Deine Tasche. Leider nicht auf jedem Zentimeter, aber an einigen Stellen bzw. in einigen Abschnitten biete ich genug Platz für einen Kofferkuli. Auch wenn sich keine Wege mehr für eine gemeinsame Zukunft finden, möchte ich mich im Wohle einer friedlichen Trennung und Dich in die sicheren Hände eines anderen Begleiters wissen.

Kunde: Ich werde darüber nachdenken, wie es mit uns weitergeht. Nun benötige ich aber erstmal ein bisschen Bedenkzeit, die du – so wie ich dich kenne- mir wohlwollend geben wirst. ….Aber mit dem Bedenkzeit geben bitte nicht wieder übertreiben ja…

Die Bahn: Ich werde mir die allergrößte Mühe geben, immer pünktlich zu sein. Was hälst Du davon, wenn Du vor unseren Treffen hier fragst ob es klappt und wir unseren Termin noch einmal absprechen? Ich kann wirklich verstehen, dass Du böse auf mich bist und nicht noch einmal so lange im kalten warten möchtest. Entschuldige bitte nochmal

Kunde: Ich kann dich also vorher fragen, ob du auch wirklich pünktlich zu unserem Treffen kommst? Das finde ich toll! Ich denke, das ist eine gute Basis für einen Neuanfang. Wärst du doch nur immer so reizend zu mir… aber vielleicht kriegen wir das tatsächlich wieder hin.

Die Bahn: Du bist meine Freundin, Du darfst mich jederzeit fragen.  Bedenke aber, dass ich auch einmal schlafen muss und deswegen von Montag bis Freitag 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr für dich ansprechbar bin und am Wochenende von 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr. Wenn Du mir allerdings eine Nachricht auf der Mailbox hinterlässt, schreibe ich Dir dann schnellstmöglich zurück. Zusammen schaffen wir den Neuanfang.

Kunde: Natürlich verstehe ich dein Bedürfnis nach Schlaf, auch ich bin kein Schaffa und benötige mehr als nur ein Kelnorem. Von daher werden wir diesbezüglich keine Probleme haben. Schön, dass ich dir doch nicht so egal bin. Gefühle zulassen und zeigen ist eben doch keine Schande.

Die Bahn: Ich lerne halt auch immer noch dazu.

Kunde: Dann gehabe dich wohl und behandel meine lieben Freunde heute gut, die noch auf dich angewiesen sind. Deine Unzuverlässigkeit hatte ausnahmsweise sogar mal was Gutes: Mir hast du damit einen ungeplanten freien Tag verschafft. Danke, Honey!

Die Bahn: Das war so natürlich nicht beabsichtigt.  Ich wünsche Dir aber dennoch einen schönen, erholsamen Tag. .

Alles komplett zum Nachlesen Hier: https://www.facebook.com/dbbahn/posts/478973035471976

Vernetzt Euch!

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Kaufen lassen statt verkaufen – Vertrieb in Zeiten von Social Media


Kaufen lassen

Gastbeitrag von Harald Henn von marketing resultant GmbH

Kein Unternehmen kommt ohne einen systematischen und wirkungsvollen Vertrieb aus. Das Anpreisen der eigenen Produkte und Dienstleistungen über Anzeigen, Radio- , TV-Spots, Mailings; das gezielte Ansprechen von Interessenten um sie von den Vorzügen der eigenen Produkte zu überzeugen und sie zum Kauf zu motivieren gehört ganz selbstverständlich zu unserer jetzigen Wirtschaftskultur. Was nicht heisst, dass die Bemühungen der Vertriebler immer auf breite Gegenliebe stossen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Das monotone und gebetsmühlenartige Wiederholen von Verkaufsbotschaften stösst zunehmend auf Abwehrreaktionen; die Wirkung der Werbung lässt generell nach und vor das agressive und unerlaubte Eindringen der Verkäufer mittels Call Center hat der Gesetzgeber mittlerweile einen Riegel geschoben.

Nun haben einige Unternehmen eine vermeintlich neue und erfolgversprechende Spielweise für wirksame Verkaufskampagnen entdeckt. Social Media Plattformen. Da tummeln sich massenweise Interessenten auf facebook, XING, linkedin und geben ganz freiwillig persönliche Daten, Affinitäten zu bestimmten Produkten frei, die das Herz der Vertriebs- und Marketingleiter höher schlagen lassen. Mit einer passenden Software, die erfolgversprechende Interessenten herausfiltern, lassen sich dann ganz wirksame Kampagnen gestalten. Überhaupt ist Social Media in den Augen vieler Unternehmen nichts weiter als ein zusätzlicher Vertriebskanal. Der twitter oder facebook account transportiert die gleichen Werbe- und Verkaufsbotschaften wie die anderen Medien. Monolog statt Dialog.

Nun ist die Erwartungshaltung der Menschen, die sich einer community anschliessen, auf facebook Nachrichten austauschen, sich mit Freunden unterhalten eine gänzlich andere als beim Lesen einer Zeitung oder vor dem Fernseher. Social Media Plattformen sind von ihrem Verständnis auf Kommunikation der Beteiligten untereinander ausgerichtet; nicht auf Verkaufsmonologe von Unternehmen. Die Abwehrhaltung gegenüber Verkaufskampagnen ist daher umso höher. Was also tun liebe Vertriebsleiter? Dass es auch anders geht soll an zwei Beispielen dargestellt werden.

“Das uralte Dogma die Vertriebs- und Marketing-Prozesse kontrollieren zu wollen, funktioniert im Zeitalter von Social Media ohnehin nicht mehr.”

Da ist zunächst das Unternehmen nakedwines www.nakedwines.com , ein Online Versand für Wein. Nakedwines bietet eine Internet Plattform, die einem Marktplatz vergleichbar ist. Die Winzer werden mit Ihren Produkten vorgestellt und stehen nicht wir sonst üblich anonym im Hintergrund. Und dasselbe gilt für die Kunden. Kunden können auf der Plattform von nakedwines Gruppen gründen – Neueinsteiger, Rotweinliebhaber, Australische Weinfreunde,… – und sich austauschen. Welcher Wein wird empfohlen, welcher Wein passt zu welchem Essen, wie wird das Preisleistungsverhältnis beurteilt, usw. Der eigentliche Kaufprozess, also das Informieren über ein Produkt, die Beurteilung, die Bewertung von anderen Kunden, geschieht direkt unter den Augen des Betreibers auf seiner Plattform. Statt seine Weine permanent anpreisen zu müssen übernehmen die Kunden das Verkaufen. Kaufen lassen – statt verkaufen könnte man das Prinzip umschreiben. Nebenbei können die Kunden dann auch noch direkt über twitter kommunizieren welche Weine sie aus dem Sortiment kaufen oder beurteilen. Auf diese Weise übernehmen sie ganz klassische Marketing-Aufgaben eines Unternehmens. Für einige Unternehmen ist ein solches Konzept der blanke Horror. Man hat ja nicht unter Kontrolle, was Kunden sagen, wie ein Winzer, ein Wein beurteilt wird. Was, wenn ein Produkt schlecht beurteilt wird? Das uralte Dogma die Vertriebs- und Marketing-Prozesse kontrollieren zu wollen, funktioniert im Zeitalter von Social Media ohnehin nicht mehr. Wenn Kunden einen Winzer negativ beurteilen wollen, dann können sie dies auch auf anderen Plattformen tun. Nichts was nakedwines dagegen unternehmen könnte. Aber wozu auch? Viel besser, der Dialog, auch wenn er einmal kritisch werden sollte, findet auf der eigenen Seite statt. So lernt nakedwines welche Produkte von Kunden bevorzugt werden und welche nicht. Ein besseres Prinzip der Sortimentsoptimierung kann man sich kaum vorstellen. Und es gibt auch kaum bessere Verkäufer als Kunden. Die Glaubwürdigkeit eines Kunden könnte niemals von nakedwines in gleichem Umfang erreicht werden. Das Finden und Ansprechen von neuen Interessenten, der eigentliche Auswahlprozess des Weines, das Beurteilen, Weiterempfehlen findet auf einen sanfte Art und Weise statt. Kein Kunde fühlt sich gegängelt und genervt von Werbebotschaften. Und nebenbei spart nakedwines noch eine Menge Geld im Marketing. Schliesslich verkaufen ja die Kunden und gewinnen neue Interessenten. Und das freiwillig und gerne.

“Social Media bietet enorme Chancen für den modernen Verkauf; Das Finden neuer Kunden, das richtige Produktangebot zu schnüren; all dies wird möglich wenn man den Kunden mitspielen lässt…”

Das zweite Beispiel stylefruits http://www.stylefruits.de/ funktioniert nach dem exakt gleichen Prinzip. Wer ist der beste Verkäufer für Damenmode? Die Freundin oder Bekannte. Deren Urteil vertraut man mehr als dem Verkäufer in der Boutique. Und mit Hilfe von Social Media sehr einfach umzusetzen. Man bietet Frauen die Möglichkeit ensembles zusammenzustellen ( Rock, Bluse, Gürtel, Handtasche,..) und diese dann auf der Plattform zu präsentieren. Daumen hoch oder runter; die Bewertungen und Anmerkungen anderer Frauen helfen eine Kaufentscheidung zu treffen. Auch hier verkauft letztendlich der Kunde. Mit einem direkten link auf den Onlineshop kann dann das passende bestellt werden. So einfach geht das.

Social Media bietet enorme Chancen für den modernen Verkauf; Das Finden neuer Kunden, das richtige Produktangebot zu schnüren; all dies wird möglich wenn man den Kunden mitspielen lässt und sich vom alten Dogma verabschiedet alles kontrollieren zu wollen oder zu müssen.

Über den Autor:

114573_05 (2A)Harald Henn, Geschäftsführer Marketing Resultant GmbH, Mainz  optimiert Geschäftsprozesse in Vertrieb, Service, Marketing mit Lean Management Methoden und bietet Best Practice Beratung für Kundenservice und CRM Projekte. http://www.marketing-resultant.de

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Social Media Mark. Bist Du blöd oder was?


Vielleicht rede ich mit mir selber, aber wofür nutzt uns die errungene Möglichkeit des Bloggens, wenn wir auch nicht das tun können, so ganz transparent, vertrauenswürdig, offen, aus dem Bauch heraus wie mit sich selbst? Ohne das Versprechen des Titels würdigen zu müssen. Ohne darauf zu achten, dass man Information, Unterhaltung und Mehrwert bietet. Oder sogar, dass man es kostenlos anbietet, ohne die eigene Seele zur Rechnung zu tragen. Bevor ich zum Thema komme, verspreche ich es, dass ich nicht mehr darüber schreiben werde.

Ab jetzt werden einige Befürchtungen wahr, denn ich rede erst wieder über Facebook.

Stopp! Mir geht es nicht  darum, dass Facebook als Geschäftsmodell offensichtlich was dabei verdienen möchte. Das kann und soll es von mir aus ruhig tun. - Amazon wird bald eher transparenter und viel besser machen -. Facebook dient uns, keine Frage!  Sondern, meine gestörte Aufmerksamkeit richtet sich nunmehr, und auch noch dazu, auf die Versprechung von Sicherheitsgarantien auf Kosten von Handynummern.

Tja…Wie Sie es (in den Links) lesen können, ist es wie in der Politik. Da muss man einmal an der “Macht“ sitzen bzw. mit Millionen Nutzern an der Backe, ein ganzes Land von Untertanen und es reicht,  wie von Geisterhand, um die alten Methoden des Volksbetrugs wieder anzuwenden. Sei es bei überfinanzierten Bauvorhaben mit zukunftsweisenden Perspektiven für das Volk, wie in meinem Heimatland beispielsweise immer der Fall war, oder eben durch ausgeklügelte Lügen bei obskuren Absichten bestimmter Online-Netzwerke, die sich mit der Zeit anhäufen. Am Ende steht das Geld und damit die grenzenlose Betrügerei.

Aber wer betrügt hier wen eigentlich?

Erst wird eine Vision versprochen, die Seele verkauft und die Menschen betrogen. Es ist alles dasselbe, immer wieder kehrendes, Mistkonstrukt. Es erweist sich allerdings als sehr erfolgreich. Man bekommt am Ende sicher, was man anstrebt. Auf einer Seite ärgere ich mich tiefgründig, wie man sieht. Aber auf der anderen Seite sollen wir alle eine Lektion mit nach Hause nehmen. Sie können uns als blöd behandeln, soweit wir uns als blöd behandeln lassen. Dabei hilft schon allein das Erkennen der eigenen Blödheit. Wenn er nicht seine eigene erkennt, sollen wir es zumindest bei unserer tun. Schließlich richtet sich der Herr “MarkT“ an den Konsumenten! Oder richten sich die Konsumenten an Herrn „MarkT“? So, damit wären wir beim Titel.

Das Vertrauen leidet massig

Oben habe ich Ihnen was versprochen, als ich Ihnen sagte, ich spreche nicht mehr darüber. Ich kreuzte dabei nicht die Finger hinter meinem Rücken. Mit 40 Seiten AGB und 500 Stundenlöhne von Reichsanwälten wäre es mir sicherlich einfacher. Meinem Versprechen können Sie vertrauen. Ich könnte hier Enzyklopädien darüber schreiben. Das Vertrauen ist die höchste Reduktion der Komplexität. Es wäre wie im jungen Alter während der Suche nach der eigenen Hälfte (jeder weiß ja wie komplex das werden kann), bis hin zu den Verträgen, die wir mit Unternehmen, an die wir gebunden sind, abschließen. Dass wir einfach Mal „ja“ sagen, ohne etwas dabei gelesen zu haben, ist das höchste Vertrauenszeichen, die man als Unternehmen bekommen kann. Oder sind wir wirklich blöd?

Die Komplexität dient heute dazu, die Blöden von den Klugen zu trennen. Die Einfachheit wird vermieden, denn je einfacher desto transparenter. Und wer will heute transparent sein? Bloß nicht den Leuten ihre eigene Blödheit zur Erkenntnis bringen. Das ist eben nicht wirtschaftlich. Wofür sollte die Komplexität dienen, wenn nicht den Blöden das zu geben was sie verdienen? Ja richtig! Damit kann man recht viel verdienen…

Es ist höchste Zeit uns als solche zu erkennen. Damit wäre die Sache erledigt insoweit, dass wir es dann wissend erlauben. Bei den Kings und Queens von „früheren“ Zeiten ging es nicht anders. Und schon sind wir beim Bild des Artikels. Woran liegt das Problem? An dem System, das uns belehrt, dass die Ansammlung von Tauschmitteln wichtiger ist als unsere wesentliche Natur?  Wonach streben WIR eigentlich?

Vernetzt euch!

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Facebook: Die Symptome einer Krankheit und das Konzept der Vergänglichkeit aller Dinge


Bildquelle:  wie man Existenzängste überwinden kann

Die Werbesituation

Ich verfolge schon seit einer Weile die Entwicklung oder besser gesagt den offensichtlichen Wandel der Geschäftsmodelle, die sich durch Push-Werbung finanzieren lassen. Als Beispiel kann man hier die aktuelle sicherlich noch nicht zu Ende gegangene  Problematik der Zeitungen nennen. Und eben auch die letzten Veränderungen des Facebook Algorithmus. Der weit bekannte und schon durchgekaute EdgeRank. Wie Herr Henne uns in seinem Artikel Facebook reloaded! Daily Soap und Push-Button meisterhaft zur Erkenntnis bringt: Ein Paradigmenwechsel und damit zurück zu Push.

Dass wir uns in der Tat mit den heutigen Push-Werbungspraktiken langweilen und, dass diese ihre Wirkungskraft verlieren, soll unumstritten sein. Ralf bringt diese Thematik schon seit einer geraumen Zeit zu Tage. In einem seinen letzten Artikel: Heutige Werbung ist so von Gestern bringt er das Thema wie immer gezielt auf den Punkt.

Diese mehr als logischen Erkenntnisse kann man wunderbar auf Facebook übertragen, wie ich sehe. Dabei handelt es sich um die steigende Wirkungslosigkeit der ungefragten und unerwünschten Push-Werbung, auf die Herr Zuckerberg immer noch zu setzen scheint und die Investoren ihr gutes Glück verspielen. Ein großer Schritt zurück, währenddessen die Menschen da draußen zur gleichen Zeit schon 10 Schritte nach vorne gegangen sind.

Die Symptome einer Krankheit

Existenzangst durch Selbstlosigkeit

Im Grunde ein hausgemachtes Problem beginnend ab dem Zeitpunkt, in dem Herr Zuckerberg  sich an den Interessen des Herrn Investors ausgerichtet hat. Stichwort Börse. Hat er sich dadurch selbst in den Schwanz gebissen? Ob das die richtige Entscheidung war, wird sich mit der Zeit zeigen. Facebook leidet sicherlich darunter. Sein Vorteil allerdings ist es noch, dass momentan immer mehr Menschen zu ihm kommen, sich abhängig machen und es keine vergleichbare Alternative gibt. Keine Alternative?  Ich wäre mir nicht mehr so sicher. Wenn man heutzutage nicht selber über eine Alternative nachdenkt, machen es eben andere und das kann ziemlich schnell gehen.

Aufmerksamkeitsstörung durch mangelnde Qualität

Was mir aber immer noch im Kopf pocht ist: Zurück zu Push? Sind Sie sich sicher, Herr Zuckerberg? Ist das nicht bereits Geschichte von gestern?  Oder gehören Sie noch zu den Sendern, die keinerlei Interesse haben, diese Situation zu ändern, solange Sie so gut daran verdienen? Wollen Sie sich selbst ein Grab schaufeln? So auch Ralf Schwartz in dem oben genannten Artikel.

Mittlerweile haben es schon einige mit dieser Aufmerksamkeit auf Rechnung ausprobiert. Man bekommt es ja, keine Frage. Und Facebook wird ja noch gut damit verdienen. Die so hoch ersehnte, gepredigte und wichtige Qualität aber leidet darunter. Ob man dann ein zweites Mal dafür bezahlt? Dabei geht es nicht nur um Qualität der Reichweite, sondern auch um andere noch wichtigere Aspekte, die zur heutigen Zeit zum Social und Media gehören. Nicht wahr Karsten Wusthoff?

Einsamkeit durch inexistente User-Kooperation

Vorerst  sei dazu gesagt: Heute zahlt man schon, um auf Werbung zu verzichten zum Beispiel. Wenn das nicht eine Botschaft ist? Das sollte man erst wirken lassen. Vielleicht findet man dort die Qualität, die man sucht, denn für Unterhaltung gibt es eben eine Fülle von anderen viel besseren Alternativen. Nicht nur das. Dort kann man ebenfalls mitwirken bei der Entwicklung des Netzwerks! Kann man bei den heutigen Facebook-Zeiten noch was mitentscheiden? Ja, so lautet DORT vorerst die Versprechung.

Visionsverlust

Aufmerksamkeitsstörung durch mangelnde Qualität, Existenzangst durch Selbstlosigkeit und mögliche Einsamkeit durch inexistente User-Kooperation. Gegen alle gut gemeinte Erwartung scheint Facebook seine Seele verkauft zu haben. Nicht nur Karsten Wusthoff, sondern wir alle spüren das auch.

Währenddessen Herr Zuckerberg mit einer ursprünglich avantgardistischen Vision immer noch versucht mit alten Methoden „Geld“ zu verdienen,  machen sich andere viel wesentlichere Gedanken und kommen auf viszerale Erkenntnisse. Wenn diese von Apple kommen sollten, wäre es ja keine große Überraschung.

Das Konzept der Vergänglichkeit aller Dinge

Warum Apple möglicherweise die Absicht hat unsere Netzerinnerungen zu löschen, um eine neue Netzwerk-Ära einzuleiten, könnt ihr HIER Lesen. Facebook würde es wahrscheinlich gut tun alles Vergangene zu vergessen / zu löschen und von vorne neu anzufangen. Mark Zuckerberg kann ja wohl nicht mehr selber an das glauben was er tut.

Blöd nur, dass wir uns daran erinnern werden…

Danke an Hans Steup für die Inspiration.

Vernetzt Euch!

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