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Gastbeitrag – #Kommunikation ist wie eine Pralinenschachtel. Man weiß nie, was man trifft


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Haben Sie Beziehungsprobleme mit Ihren Kunden? Die Deutsche Bahn zeigt Social-Media-Reife


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In Jeder Beziehungskrise liegt eine große Chance inne. “Zum Glücklichsein gehören aber immer Zwei”

…es tut mir so leid. Ich weiß, dass ich in der Vergangenheit viele Fehler gemacht habe. Warum hast Du die ganzen Enttäuschungen in Dich reingefressen und noch nichts gesagt? (Jetzt können wir wohl) Ich wusste nicht, dass es so schlimm um uns steht. Ich hätte gerne früher reagiert und versucht, unsere Beziehung zu retten bzw. dich davon zu überzeugen, dass ich auch anders kann und der richtige Begleiter an Deiner Seite bin. Ich fühle mich so schuldig…

Kunde:

Meine liebste Deutsche Bahn,

seit vielen Jahren führen wir nun eine abenteuerliche Beziehung. Wir haben Tiefen überstanden, in denen du sehr einengend und besitzergreifend warst und mich manchmal überraschend mehrere Stunden festgehalten hast, weil es dir nicht gut ging. Ich verstehe ja, dass dich der Winter so überrascht hat. Für uns kam er auch so plötzlich. Ich bin da ja nicht nachtragend. Auch deine Ausreden im September, wo es laut deinen Aussagen auch schon gewisse Störungen wegen Glatteis gab, habe ich schmunzelnd hingenommen. Ich bin so gerührt,dass du so viel Zeit mit mir verbringen möchtest. Als ich dich um ein bisschen mehr Freiraum gebeten habe hast du das toleriert und kamst einfach immer ein bisschen später. Pünktlichkeit ist nicht deine Stärke,das weiß ich ja. Auch darüber sehe ich meist noch hinweg.

Dass du mich jetzt aber bei klirrender Kälte fast 45 Minuten warten lässt ohne Bescheid zu sagen und dann gar nicht auftauchst, das geht nun wirklich zu weit. Stets war ich tolerant und finanzierte deine Späßchen jedes Jahr mit mehr meiner kostbaren Taler, damit unser Verhältnis nicht beschädigt wird.

Ich finde es sehr schade, dass du unsere aufregende Beziehung so leichtfertig aufs Spiel setzt. Es tut mir sehr leid, aber ich denke nun wirklich über eine endgültige Trennung nach. Ich brauche jemanden an meiner Seite der zuverlässig ist, nicht nur mein Geld will und auch bereit ist auf meine Bedürfnisse einzugehen. Und ich habe so jemanden kennengelernt. Er nennt sich Opel und ist immer für mich da. Leider werdet ihr euch nicht kennen lernen.

Adieu.

Deutsche Bahn? – ich bin doch nicht blöd!

Die Bahn: Hallo meine liebste…,
es tut mir so leid. Ich weiß, dass ich in der Vergangenheit viele Fehler gemacht habe und nicht immer pünktlich bei unseren Treffen war. Dafür möchte ich mich in aller Form bei Dir entschuldigen. Ich habe die Zeit mir Dir sehr genossen. Manchmal wollte ich, dass sie kein Ende hat. Das ich manchmal anhänglich bin, weiß ich. Es fällt mir schwer loszulassen. Dass ich Dich mit dieser Zuneigung erdrückt habe, ist unentschuldbar und mein größtes Laster. Das wir heute einen Termin hatten, habe ich total vergessen.  Wo und wann waren wir verabredet? Ich schaue dann gerne einmal in meinem Terminkalender nach.
Ich kann verstehen, dass Du dich nach etwas anderem umgesehen hast. Eine Frau wie Du, bleibt natürlich nicht lange alleine, dass weiß ich. Vielleicht gibst Du mir aber noch einmal die Möglichkeit, Dir zu zeigen, wie viel Du mir bedeutest. Ich werde bei unseren nächsten Treffen auch versuchen pünktlich zu sein oder bescheid zu sagen, falls ich mich verspäte.
Ich werde Dich vermissen

Kunde: Ich würde dir so gerne glauben, doch die jahrelangen Enttäuschungen sitzen sehr tief… ich weiß nicht, ob ich jemals wieder Vertrauen zu dir haben kann…

Die Bahn: Warum hast Du die ganzen Enttäuschungen in Dich reingefressen und noch nichts gesagt? Ich wusste nicht, dass es so schlimm um uns steht.  Ich hätte gerne früher reagiert und versucht, unsere Beziehung zu retten bzw. dich davon zu überzeugen, dass ich auch anders kann und der richtige Begleiter an Deiner Seite bin. Ich fühle mich so schuldig.  Ich hoffe, Du kannst Dich auch an die schönen Seiten unserer jahrelangen Beziehung erinnern?

Kunde: Natürlich kam es in unserer langjährigen Beziehung auch vor, dass du pünktlich bei unseren Treffen warst und mich angemessen nach Hause geleitet hast. Jedoch wolltest du für diese Dienste auch jedes Jahr ein bisschen mehr von meinem Geld abhaben,welches im gleichen Zeitraum leider nicht parallel angestiegen ist. Auch sind einige deiner Handlanger sehr wohl nette Menschen und wissen, wie man „Kundenservice“ buchstabiert. Leider fällt mir viel mehr nicht ein. Letztes Jahr habe ich mich sogar zu einem Urlaub mit dir überreden lassen und vergaß, dass du ausschließlich auf Reisende mit Laptop- Taschen spezialisiert bist. Es gibt vieles zu bereden, denn Ausreden sind leider keine Lösung für derartige Probleme. Darüber solltest du dir klar werden.

Die Bahn: Die Entscheidung liegt aber nicht bei mir. Zum Glücklichsein gehören aber immer Zwei. Ich will und möchte es gerne noch einmal versuchen.

Kunde: Liebe Freunde der Deutschen Bahn: Ich fühle mich durch eure Verkupplungsversuche sehr geschmeichelt und nehme sie zur Kenntnis. Nur weiß ich nicht, ob sich unsere Beziehung so einfach erholen kann. Ich bin bereit es mit einer Paartherapie zu versuchen, aber nur unter einer Bedingung: Lass mich bei gefühlten -20 Grad nie wieder einfach so sitzen! So behandelt man seine Freundin nicht!

Die Bahn: Ich bin immer für ein Gespräch bereit. Wenn Du zu mir gefahren kommst, kann ich Dir deine schwere Reisetasche leider nicht abnehmen.  Ich habe aber einige Freunde, die Dir da helfen können. Meine Freunde stellen sich hier vor: http://www.bahn.de/p/view/angebot/gepaeck/gepaecktraegerservice.shtml – Im inneren meines Körpers habe ich auch Platz für Deine Tasche. Leider nicht auf jedem Zentimeter, aber an einigen Stellen bzw. in einigen Abschnitten biete ich genug Platz für einen Kofferkuli. Auch wenn sich keine Wege mehr für eine gemeinsame Zukunft finden, möchte ich mich im Wohle einer friedlichen Trennung und Dich in die sicheren Hände eines anderen Begleiters wissen.

Kunde: Ich werde darüber nachdenken, wie es mit uns weitergeht. Nun benötige ich aber erstmal ein bisschen Bedenkzeit, die du – so wie ich dich kenne- mir wohlwollend geben wirst. ….Aber mit dem Bedenkzeit geben bitte nicht wieder übertreiben ja…

Die Bahn: Ich werde mir die allergrößte Mühe geben, immer pünktlich zu sein. Was hälst Du davon, wenn Du vor unseren Treffen hier fragst ob es klappt und wir unseren Termin noch einmal absprechen? Ich kann wirklich verstehen, dass Du böse auf mich bist und nicht noch einmal so lange im kalten warten möchtest. Entschuldige bitte nochmal

Kunde: Ich kann dich also vorher fragen, ob du auch wirklich pünktlich zu unserem Treffen kommst? Das finde ich toll! Ich denke, das ist eine gute Basis für einen Neuanfang. Wärst du doch nur immer so reizend zu mir… aber vielleicht kriegen wir das tatsächlich wieder hin.

Die Bahn: Du bist meine Freundin, Du darfst mich jederzeit fragen.  Bedenke aber, dass ich auch einmal schlafen muss und deswegen von Montag bis Freitag 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr für dich ansprechbar bin und am Wochenende von 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr. Wenn Du mir allerdings eine Nachricht auf der Mailbox hinterlässt, schreibe ich Dir dann schnellstmöglich zurück. Zusammen schaffen wir den Neuanfang.

Kunde: Natürlich verstehe ich dein Bedürfnis nach Schlaf, auch ich bin kein Schaffa und benötige mehr als nur ein Kelnorem. Von daher werden wir diesbezüglich keine Probleme haben. Schön, dass ich dir doch nicht so egal bin. Gefühle zulassen und zeigen ist eben doch keine Schande.

Die Bahn: Ich lerne halt auch immer noch dazu.

Kunde: Dann gehabe dich wohl und behandel meine lieben Freunde heute gut, die noch auf dich angewiesen sind. Deine Unzuverlässigkeit hatte ausnahmsweise sogar mal was Gutes: Mir hast du damit einen ungeplanten freien Tag verschafft. Danke, Honey!

Die Bahn: Das war so natürlich nicht beabsichtigt.  Ich wünsche Dir aber dennoch einen schönen, erholsamen Tag. .

Alles komplett zum Nachlesen Hier: https://www.facebook.com/dbbahn/posts/478973035471976

Vernetzt Euch!

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Die Markenführung ist tot – Es lebe die Marketingführung


Von Tobias Bischkopf

Moderne Marketingführung ist Evolution nicht Konstruktion, Veränderung mit der Community nicht gemäß der Zielgruppe, Brand-Community-Building und -Providing nicht das Führen von Marken. Unternehmensintern erwächst das Marketing zum zentralen Organisationsprinzip und entscheidenden Faktor in der Strategiedefinition. Unternehmsextern hat es die Aufgabe alle Interaktionsprozesse so zu prägen, dass sie dem integrativen Faktor gerecht werden. Nur auf diese Weise können die ganzheitliche Inszenierung von Kommunikationsmassnahmen und die extern relevanten Transaktionsprozesse auf unternehmensinterne Strukturen und Denkhaltungen treffen, um wahrhaft und dauerhaft und glaubhaft zu sein. Marketing als Führungsfunktion zum Management von Brand-Communities ist die Killer-Applikation für moderne Vertrauensorganisationen. Markenführung ist tot. Marketing ist Führung.

Es ist soweit. Im Zuge der Internet-Revolution sind die Marketingberatung und das Brand-Management endlich wirklich beim „integrierten identitätsorientierten Markenführungs-Ansatz“ angekommen. Persönlichkeit muss sie haben, die Marke. Eine einmalige Identität muss definiert werden. Und modelliert. Und modifiziert. Und kontinuierlich an gesellschaftliche Trends und Entwicklungen angepasst werden muss sie auch. Denn: Zum Ziel- und Wertesystem von 90 % der Weltbevölkerung gehört der Wunsch nach Eingebettet-Sein in ein System aus partnerschaftlichen Beziehungen, Austausch, Sicherheit und Verbundenheit. Der Aufbau von Vertrauensbeziehungen ist ein vereinfachendes Instrument zur Reduktion der Umweltkomplexität und -veränderung mit der sie es tagtäglich zu tun haben. Überforderung, Risiko, Intransparenz, Unruhe und Unsicherheit sind Lebens- und Denkzustände, die im Zeitalter des decision overloads nicht akzeptiert werden. Die Zugehörigkeit zu einer Brand-Community erleichtert die Bewältigung der Probleme von Konsumenten in modernen Gesellschaften und bietet Unternehmen Möglichkeit die Transaktionsprozesse mit ihren stakeholdern in dauerhafte Vertrauens- und Aufmerksamkeitsbeziehungen zu transformieren.

Doch damit nicht genug. Zum einen ist Markenbildung bei steigendem Interesse und wachsender Emanzipation von Medien, Analysten, Anlegern oder Mitarbeitern nicht mehr alleine eine Sache der Nachfragerorientierung. Zum anderen steht immer weniger Zeit zur Verfügung, geplant und gerichtet die unzähligen Veränderungen der immer fragmentierter werdenden Handlungs- und Denkwelten der relevanten shareholder zu adaptieren und auf sie zu reagieren. Markttransparenz und kontinuierlich schneller werdender Wandel in allen gesellschaftlichen Bereichen: Marke als Vertrauens- und Beziehungsgrundlage, ja. Marke rein mechanistisch verstanden als optimierbare Konstruktion, nein. Das Broadcasting-Zeitalter ist nicht erst seit dem Cluetrain-Manifest beendet. Die Antwort der Kommunikationsbranche lautet Corporate Communication, CRM, Online-PR, Campaigning oder integriertes Marketing und erhebt irgendwie immer den Anspruch, jetzt aber wirklich den ganzheitlichen, dialog-orientierten Austausch ohne Medienbrüche statt one-to-many-Kommunikation inszenieren zu wollen.

Doch auch diese Ansätze werden hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben und nicht mehr als Einzellösungen sein, wenn Agenturen und insbesondere Unternehmen nicht ein grundlegendes Verständnis dafür entwickeln, dass Marke nicht „Besitz“ eines Unternehmens ist, sondern im Auftrag ihrer stakeholder gepflegt werden muss. Nur so können sie als Persönlichkeiten, die Lebensbestandteil und Lebenspartner innerhalb ihrer Community sind, entwickelt werden und ganzheitlich handeln. Nur mit einer grundlegenden entsprechenden Philosophie werden Marken als Manifestation von Organisationen, die Positionen beziehen, Fehler machen und Brüche bewältigen, fassbar bleiben und dauerhaft im Markt handeln und wahrhaft kommunizieren können. Nur aufbauend auf einer Denkhaltung, die auf das Providing der Markengemeinschaft ausgerichteten ist, kann der zentralen Gefahr transparenter Märkte, der Bedrohung als inkonsistente, konstruierte und unglaubwürdige Marken-Persönlichkeiten entlarvt zu werden, begegnet werden.

Der Weg dorthin ist ein einschneidender, revolutionärer unternehmensinterner Evolutionsprozess, der grundsätzliche Paradigmen-Wechsel unternehmensintern als auch -extern einleitet. Ziel ist der, durch eine, dem Ziel des Brand-Community-Providing verpflichtete, Philosohie geleitete, Aufbau eines integrierten Systems aus Strategie, Organisation und Kommunikation: Je besser es gelingt Strategie, Struktur, Performance und Kultur als dynami-sches System zu steuern, desto anpassungsfähiger und überlebensfähiger wird die Marke, desto geringer sind Komplexität und Handlungsvarietät auf Unternehmensseite und desto höher das Vertrauenspotential. Je mehr die Unternehmenskommunikation berücksichtigt, dass neben den Leistungserstellungsprozess in zunehmendem Masse Transaktionen und Austausch zwischen allen stakeholdern eines Unternehmens treten, wachsen die Bereiche Performance und Kommunikation zusammen und sind als ganzheitliches System von Strukturen, Regeln, Muster, Kultur, Selbstverständnis begreifbar und konsistent.

Die auf transparenten Echtzeitmärkten geforderte Philosophie ist Marketing in moderner Form: Marketing als alle Bereiche der unternehmerischen Wertkette betreffende Querschnittfunktion, als Organisations-, Kommunikations- und Strategie-Prinzip. Nicht als mechanische Disziplin, sondern mit der Aufgabe alle im Zusammenhang mit der Brand-Community stehenden Prozesse so zu integrieren und zu prägen, dass jegliches Auftreten der Unternehmenspersönlichkeit in transparenten Echtzeit-Märkten bestehen kann. Die dazu notwendige kontinuierliche Evolution ist nicht konstruktivistisch organisierbar. Vielmehr handelt es sich, unter massgeblichem Einbezug aller Mitgliedern der Brand-Community, um einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess, der nicht kontrolliert, sondern alleine koordiniert werden kann. Marketing kann hier als Instrument zur Wahrung der Mediations- und Synchroni-sationsgewalt über die notwendigen Evolutionsschritte unternehmensintern und innerhalb der Markengemeinschaft dienen und erwächst zur zentralen Führungsfunktion.

Über den Autor:

Dr. Tobias Bischkopf ist Leiter Marketing & Vertrieb bei einer der größten deutschen Betriebkrankenkassen (www.novitas-bkk.de). Er ist (TV-)Journalist, PR-Berater, Konzeptioner, Blogger, Aufmerksamkeitsmanager, Gründer des Deutschen Instituts Transaktionsdesign und Nutzologe (www.nutzomat.de). Und am liebsten tut er das: Markieren. Campaignen. Transaktionswerte optimieren, Service designen und boxen (www.combatclubcologne.de). Online findet man ihn u.a. hier: http://www.whohub.com/tobibiko, http://gplus.to/tobibiko, http://www.tobiasbischkopf.de, http://www.tobibiko.de, und hier http://www.attentionattention.de.

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Ahnungslose Anlageberater, Produktwirrwahn und die In- transparenz. Wo liegt das Problem der Banken?


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Bild von Art of Feh: Wolf im Schafspelz

Spätestens nach Anfang der Finanzkrise ist es nun klar:  Mit den hoch polierten verfremdenden angekleideten Auftritten, Intransparenz, dem Kleingedruckten, der Ahnungslosigkeit der Berater und gepflegter Distanz haben Banken viele immer wieder in die Falle der Hochrendite verführt.  Nun haben sie eine weltweite Finanzkrise verursacht und auch noch unser Vertrauen verloren. Was tun?

Die Versuche das Vertrauen zurück zu erobern sind zahlreich. Was aber einige Banken mit bestimmten Aktionen zu bewältigen versuchen, ist nicht mehr auf diese Art zu bewältigen. Beispielsweise Q110 . Dabei wird es in einer Filiale der Zukunft…Moment…Filiale?

„Warum aber werden in den kommenden Jahren von den derzeit – glaubt man offiziellen Statistiken – rund 24.000 Bankfilialen in Deutschland, bis zum Jahr 2020 die Hälfte verschwinden? Klar, weil es wenig Sinn macht, eine hoch getunte Filiale wie die Q 110 aufzusuchen, deren Charme irgendwo in einer hybriden Erlebniswelt zwischen Ikea-Kindergarten, McDonalds, einem Drei-Sterne-Restaurant und einem Kinder-Forschungslabor, und nicht zu vergessen, einem Tschibo-Einkaufsladen stecken bleibt.“ – Lothar Lochmaier in seinem Artikel : Q 110: Die Zukunft der Bankfiliale? 11 Fragen und 0 Antworten

Apropos Kinder-Forschungslabor, das erinnert mich an etwas: Lieber Kinder von Banken fern halten, vielleicht sind sie ja viel zu beratungsresistent und gefährden damit die Bankenstabilität (1)  🙂

Hier das Video von Q110.  Dabei erkennen sie zumindest selbst, dass Q110  nicht nach einer Bank aussieht.  Was dort als Vorteil verkauft wird, riecht für mich nach Gold-Glänzender Ablenkung. Ob das irgendeinen Vorteil bringt, ist für mich fragwürdig. Ist das die „Zukunft des Bankgeschäfts“? Ich gehe nicht zu einer Bankfiliale um einen Latte Macchiato  zu trinken oder ein Buch zu kaufen, das ist schon mal sicher. Geht ein Wolf zu einer Herde weißer Schafe um „Bäähh“ sagen zu lernen?

Schwerpunkt eindeutig verfehlt! Mir scheint es so, dass das Problem ganz woanders liegt. Bei dem Artikel Anlageberater haben keine Ahnung vom Handelsblatt, bringt uns ibugra, als unabhängiger Anlageberater mit seinem einsamen Kommentar, langsam auf die Spur

„Aus der Sicht eines unabhängigen Anlagerberaters würde ich sagen, dass wir eher schlecht informiert werden, was genau z.B. alles protokolliert werden soll, wie die konkrete Ausgestaltung der gesetzlichen Vorgaben ist.
Auf fachlicher Seite gibt es dagegen keine Einschränkungen. Dies sehe ich eher im Bereich der Banken, die sich mit vielen häufig unsinnigen Produkten rumschlagen müssen, die zwischen Vorstand und Kreativabteiligung „erfunden“ werden.“

Wie sieht es mit dem Finanzprodukt aus, das sie uns bei Q110 verkaufen wollen? Unsinnig und hoch-komplex sodass Berater und sogar „unbewusste“ Banker sie nicht mehr verstehen können? Geht es nicht um das Produkt, wenn wir uns von Banken beraten lassen? Nach einer kurzen Unterbrechung geht es mit einer Buchrezension los:

Eine kundenorientierte Bank soll sich an objektive, am Kunden interessiert ausgerichtete Beratung konzentrieren, heißt es. Und was wollen die Kunden? Einige achten exklusiv auf die höchstmögliche Rendite, in der Tat sehr verführerisch. Andere vielleicht sind mit „normalen“ Renditen zufrieden und achten viel mehr darauf wofür das Geld angewendet wird. Und stellen sich die Frage was bewirkt mein Geld außerhalb des am Ende des Jahres auf mein Konto geschütteten Mehrgeldes? An wen wurde es geliehen? Welche Branchen werden hier Unterstützt? Vielleicht ändert sich grade jetzt ganz schleierhaft dieses, wahrscheinlich ungewünschte, Verantwortungsbewusstsein der Kunden gewaltig schnell.

Gunnar hat letztens in einem Beitrag über fehlende interne Unternehmenskommunikation in Krisenzeiten etwas formuliert, dass sich wunderbar ableiten lässt wie folgt: Bankkunden wollen in Finanzkrisenzeiten detaillierter über das große Ganze informiert werden. Verweigern ängstliche Banken wichtige Informationen, werden sie die Kunden der Zukunft verlieren.

Original – „Mitarbeiter wollen in Krisenzeiten detaillierter über das große Ganze informiert werden. Verweigert eine ängstliche Führung wichtige Informationen, florieren die Buschtrommeln.“

Wir brauchen von Banken mehr Transparenz, mehr Information über die Produkte und vielleicht werden auch Anlageberater besser beraten können und vor allem die Kunden werden besser entscheiden können. Begriffe wie Kundenorientierung und Erst-Klassiger-Service werden dann erst dadurch möglich. Aber anscheinend leben und florieren einige Banken eben von dieser Intransparenz.  Noch mehr Bankfilialen mit touchscreen und Parfümerie sind dabei nicht notwendig, Kunden zufrieden zu stellen und das Vertrauen des stetig wachsenden Verantwortungsbewusstseins der Kunden der Zukunft zurückzuerobern.

Bild: Art of Feh

 

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Gastbeitrag: Die Freundlichkeitenkette


Dieser ist ein Gastbeitrag mit dem Titel „Die Freundlichkeitenkette“ aus dem Lebe!Blog

Die Freundlichkeitenkette ist ein tolle Möglichkeit, um mehr Lebensfreude an Menschen weiterzugeben. Tun wir einem Menschen einen Gefallen, so soll sich der anderen nicht bei uns bedanken, sondern diese Freundlichkeit einem anderen Menschen geben. Diesem wird wiederum von der Freundlichkeitenkette erzählt. So wird eine Freundlichkeit von Mensch zu Mensch weitergetragen und spielt sich nicht nur zwischen zwei Menschen ab.

Auch für den Fall, dass wir um Hilfe gebeten werden, können wir die Freundlichkeitenkette ins Spiel bringen. Möchte sich der andere bei uns mit einer guten Tat bedanken, verweisen wir in auf die Freundlichkeitenkette.

Um eine Freundlichkeitenkette zu starten, können wir in unserer Nachbarschaft, Freundes- und Bekanntenkreis nach Menschen schauen, die Hilfe gebrauchen könnten. Es ist dabei völlig egal, was wir tun. Es geht nur darum, dass wir jemanden ohne erwartende Gegenleistung einen Gefallen tun und er sich darüber freut. Wir können nicht nur eine Kette starten, sondern auch mehrere Freundlichkeitenketten parallel ins Leben rufen. Die Welt zu verändern und sie mit Liebe zu erfüllen ist einfach, wir müssen es nur tun.

Interessant sind am Ende die Ideen der Menschen, wie sie andren eine Freude bereiten konnten. Diese kann man auch erfassen und aufschreiben. So hat man einen Überblick, welche Freundlichkeiten entstanden sind. Vera F. Birkenbihl hat in ihrem kostenlosen eBook zur  Freundlichkeitenkette einige Erfolgsgeschichten niedergeschrieben. Aufgeschnappt hat sie die Idee aus der Oprah Show (USA), wo es dann “Kindness Chain” heißt. Eine tolle Idee, die nichts kostet und Gutes schafft.

Foto: vandalay / photocase.com

Über den Autor

Elias Fischer betreibt seit 2011 den LebeBlog, www.LebeBlog.de in dem er über seine Erkenntnisse des Lebens schreibt.  Auf der Suche nach Sinn, innerer Zufriedenheit und Glückseligkeit, entlarvte sich in seiner Welt so manches Ziel als Unglücksbringer und fand er über den Weg der Spiritualität zu mehr Wahrheit. Zu diesem Aufwachen und Erkennen möchte er durch sein Tun auch anderen Suchenden verhelfen.

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