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Die App Call-Butler erledigt Hotline-Anrufe ohne nervige Warteschleifen


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Call-Butler ist da!

“Warten for free oder noch besser: Wir rufen Sie zurück.” Unter dieser Überschrift beschreibt Suanne Beckers ihre persönlichen Erfahrungen mit einem Hotline-Rückruf-System und schwärmt von einem Land mit sorgenfreier Warterei. Davon träumt eine Vielzahl von Kunden, die sich von Unternehmen in Sachen Kundenservice am Telefon vernachlässigt fühlen. Die gute Nachricht: Call-Butler ist da! Der Traum wird Wirklichkeit.

Suanne Beckers erzählt uns über ihre Erfahrung mit einer Software, die einen Rückruf in die Wege leitet, sodass Kunden nicht mehr auf einem Berater warten müssen. Gunnar Sohn in seinem Artikel Software-Concierge statt Warteschleife ergänzt: “Ein virtueller Concierge soll das ändern. Wenn der Kunde am Anfang einer Wartezeit steht, wird ihm mitgeteilt, wie lange er potentiell warten muss. Das braucht er aber nicht mit dem Hörer in der Hand zu tun. Ihm wird der Rückruf in einem Zeitfenster angeboten – gesteuert über Software. Der virtuelle Concierge ruft nach der vereinbarten Zeit beim Kunden an und teilt ihm mit, dass er jetzt mit einem Call Center-Agenten verbunden wird.“

Es wird noch bequemer

Die neue App „Call-Butler“ bringt eine ähnliche Lösung mit zusätzlichen Bequemlichkeiten. Ein großer Vorteil ist, dass die Verbindung sofort hergestellt wird, sobald ein Callcenter-Agent verfügbar ist – dies übernimmt die APP. Die Hängepartie in der Warteschleife entfällt damit ebenso wie die Interaktion mit einer Sprachsoftware.

Ein weiterer Vorteil der App Call-Butler: Sie bündelt mehrere Servicerufnummern von unterschiedlichen Unternehmen in einer einzigen Anwendung. Nur ein Klick auf das Unternehmen aus der Appliste ist erforderlich, den Rest erledigt die App. Damit entfällt auch das Googlen der Servicerufnummer.

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Da die Entwickler ohne Werbung auskommen wollen, der Betrieb des Systems und die Telefonverbindungen jedoch Kosten verursachen, wird eine kleine Gebühr für jeden erfolgreich vermittelten Anruf berechnet.

Die App Call-Butler (befindet sich derzeit im friendly-user-Test ) ist seit Ende September auf dem Markt und ist momentan nur für Android verfügbar. Ab Ende Oktober 2015 wird es auch die iOS-Version geben.  Herunterladen können Sie die App bei Google Play unter http://ow.ly/T9KSd.

Weitere Informationen

Vernetzt Euch!

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Kundenservice mit der Concierge-App: Wir drehen den Spieß um und schicken die Callcenter-Agenten in die Warteschleife.


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Stellen Sie sich eine App vor, die eine große Anzahl von Servicerufnummern verschiedener Unternehmen bündelt und für Sie anruft, sodass Sie in keine Warteschleifen mehr abgeschoben werden. Diese Idee habe ich ausgewählten Onlinern vorgestellt und sie gefragt:

“Wie nützlich würden Sie eine App finden, die die Callcenter-Rufnummern von vielen Unternehmen an einem Ort bündelt? Zum Beispiel die Rufnummern von der Bahn, von Banken, Fluggesellschaften, Krankenkassen. Dabei müssten Sie aus einer Liste von Unternehmen die jeweilige Servicerufnummer nur anklicken. Den Rest erledigt die App: Sie wählt für Sie im Hintergrund die ausgewählte Nummer und stellt erst dann eine Verbindung her, wenn tatsächlich ein Callcenter-Agent in der Leitung ist. Die App dreht den Spieß des Wartens also um und wird so eine Art Concierge für Hotlines.”

Hier sind die Antworten:

  • “Das ist mal eine gute Idee. Was habe ich nicht schon in Hotlines gewartet.”
  • “Ich nutze selten eine App. Ich habe keine Warteschleifenprobleme, mit Firmen, die solche Probleme haben arbeite ich nicht.”
  • “Die Idee ist im Kern sehr gut, aber ich weiss nicht, wie so etwas technisch umgesetzt werden könnte.”
  • “Prima! Spart Zeit und vor allen Dingen Nerven. Per App, mobil, umso besser!”
  • “Das wäre großartig! Aber ich würde pro Anruf maximal 50 Cent bezahlen.”
  • “Klingt spannend! Man würde sich die Zeit sparen, seine Ordner zu suchen, um Hotline-Nummern zu finden oder diese zu googeln, und man könnte die Zeit, die man in der Warteschleife verbringt, besser nutzen.”
  • “Ich verschwende keine Zeit mehr, um in Hotlines – manche sogar ohne irgendeine Angabe oder informative Ansage – festzuhängen. Ich lege auf und suche Alternativen, so eine Concierge-App wäre wunderbar.“ Su Steiger, Digital Reputation Coach
  • “Ich finde das genial! Es würde einiges vereinfachen, und ich könnte zwischendrin etwas anderes tun und hätte die ganze Warterei aus dem Kopf.” David Burkhardt, die Stimme von Rosenbaum´s Voice

Warteschleife im Callcenter

Auch wenn ich zukunftsorientiert und eher der digitale Freak bin, rufe ich Unternehmen trotz all der neuen digitalen Möglichkeiten am liebsten an, wenn ich mit ihnen in Kontakt treten muss. In der Regel liefert die Telefonberatung eine einfache und schnelle Rückmeldung. Es ist momentan für mich noch die beste Möglichkeit.

Einfach ist es allemal, aber in Sachen Schnelligkeit … Sie kennen es bestimmt: “Haben Sie etwas Geduld, wir verbinden Sie mit dem nächsten freien Mitarbeiter!” Die Erreichbarkeit von Hotline-Mitarbeitern ist ein weit und breit bekanntes Problem. Kunden müssen oft lange warten, bis sie einen Agenten ans andere Ende der Leitung bekommen. Es kostet den Kunden Nerven und Zeit; und nebenbei ruiniert eine Dauerwarteschleife das Ansehen der Branche. Dies soll bald der Vergangenheit angehören.

Eine Flut von Serviceapps braucht kein Mensch

Mit der steigenden Nutzung von Mobilgeräten kann eine Service-App als Kundenkanal eine interessante Lösung sein, vor allem für passive Aktivitäten; also in Fällen, in denen der Kunde bestimmte Anliegen von unterwegs selbstständig erledigen kann, ohne einen Berater des Unternehmens in Anspruch nehmen zu müssen. Unternehmen werden im Zuge der Digitalisierung für den Service früher oder später eigene Apps entwickeln, aber es bleibt die Frage: Wie oft werden wir die App tatsächlich für einen Anruf beim Unternehmen nutzen? Wann könnte ein Anruf per App so dringend sein, dass wir diese Möglichkeit in Anspruch nehmen?

Im Laufe der Zeit bilden wir Beziehungen mit einer Fülle von Unternehmen; sei es mit Versicherungsunternehmen, Telekommunikationsdienstleistern oder Energieversorgern. Die Liste könnte erweitert werden, indem wir noch Onlineshops, Fluggesellschaften, die Bahn etc. einbeziehen. Man nehme die obere Liste von Unternehmen, mit denen wir Kontakt haben, und laden alle Apps einzeln herunter. Da ahnen Sie schon … Sie stopfen Ihre Smartphones voll mit Apps, ohne diese tatsächlich zu nutzen, und darüber hinaus nehmen sie eine Menge Platz weg. Denn: Wie oft machen wir eine Schadensabwicklung per App? Wie oft nehmen wir Kontakt mit unserem Energieversorger auf? Ein telefonischer Kontakt mit dem Unternehmen kommt bei mir höchstens ein Mal im Jahr vor. Dafür muss ich nicht all diese Apps haben.

Adieu Service-Rufnummern-Suche

Ich habe in jüngsten Zeit drei Unternehmens-Apps gelöscht, da ich sie längere Zeit nicht genutzt habe. Für einen Anruf beim Callcenter reicht eine Google-Suche mit dem Namen des Unternehmens, um die Servicerufnummer herauszufinden. Eine App, die Servicerufnummern vieler Unternehmen bündelt, möchte Nutzern auch diese Bequemlichkeit anbieten. Es würde reichen aus einer Liste von Unternehmen auf die gesuchte Firma zu klicken, und die App erledigt den Rest.

“Klingt spannend! Man würde sich die Zeit sparen seine Ordner zu suchen um Hotline-Nummern zu finden oder diese zu googeln, und man könnte die Zeit, die man in der Warteschleife verbringt, besser nutzen.”

Die Hotline-Concierge-App kommt!

So viel sei schon jetzt verraten: Die neue App steht bald zum Testen kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung. Weitere Informationen folgen, sobald es etwas Neues gibt.

Hier wären noch einmal die Hauptvorteile zusammengefasst:

  • Eine einzige App für alle – Viele Service-Rufnummern von Dienstleistungsunternehmen
  • Adieu Service-Rufnummer-Suche – Sie suchen mit dieser App ein beliebiges Callcenter aus einer Liste von Unternehmen aus. Und lassen die App für Sie anrufen.
  • Die Warteschleife gehört der Vergangenheit an – Sie müssen nicht mehr in den Warteschleifen dieser Welt vergammeln. Sie bekommen einen Rückruf, sobald ein Agent zur Verfügung steht.
  • Der Callcenter-Agent wartet nun auf Sie – Wenn er das Telefon abhebt, wartet er, bis die Verbindung mit Ihnen erfolgt.

Herzlichen Dank an die Befragten für die Zeit und für das Vertrauen. Alle, die nicht direkt befragt worden sind, können hier gerne die Kommentarfunktion nutzen.

Ich freue mich über Ihre Ideen und hoffe, dass Hotlineanfragen für Sie künftig viel bequemer zu erledigen sind.

Die Spannung steigt…

Vernetzt Euch!

 

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Blogparade zur CCW 2015 “Die Telefonie Stirbt”. Alles Käse!


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Tim Reckmann  / pixelio.de

Mit dem Titel: Blogparade zur CCW 2015: Die Telefonie stirbt – oder Zwieback?! startete Kai Nörtemann von BrightOne vorige Woche die Blogaktion, zu der ich eingeladen wurde, mit der folgenden Fragestellung:

Wo geht die Reise also hin im Kundendialog? Stirbt die Telefonie? Oder ist das persönliche Gespräch doch eher wie der gute, alte Zwieback und wird auch zukünftig wichtig sein?

Die Einladung nehme ich gerne an und nutze die Gelegenheit, einige Artikel von mir zum Thema zusammenzufassen. Seitdem mein Blog Im Zuge der Zeit zum Leben erwachte, habe ich mich mit dieser Thematik beschäftigt. Sie wird breit diskutiert, und dies schon seit einiger Zeit. Autoren wie Gunnar Sohn, Heike Simmet, Walter Benedikt, Andreas Klug, Harald Henn und viele andere beteiligen sich schon seit Langem an der Diskussion und liefern mit ihren Einschätzungen wertvolle Impulse.

Kommunikation von Mensch zu Mensch

Ich sehe noch keinen Tod für das Telefonieren. Das Telefonat bleibt wie unser alter Zwieback mit kleinen Änderungen ein Teil der Technologie-Rezeptur. Es sei denn, wir betreten die telepatische Ära. Die Telefonie stirbt?! Alles Käse! Im Mai 2013 hatte ich Gelegenheit, wegen eines privaten Anliegens mit vielen Unternehmen in Kontakt zu treten. Dabei machte ich die Erfahrung, dass ein Telefonanruf in Sachen Schnelligkeit und Effizienz nicht zu schlagen war.

Damals bestand keine vernünftige Möglichkeit, durch neue Medien mit den Unternehmen in Kontakt zu treten. Sonst hätte ich sie sofort genutzt. Zu dieser Zeit schienen die Unternehmen vor “Social Media” wegzurennen wie der Teufel vor dem Weihwasser. Denn es bedeutet letztlich, sich einer kritikwilligen Masse zu öffnen und vor ihr bloß zu stehen. Die Chancen, die damit einhergehen, wurden nicht gesehen.

Inzwischen ändert sich der Kundendialog rasant. Die Entwicklung wird zum einen durch den schnellen technologischen Wandel befeuert, der von Unternehmen höchste Dynamik abverlangt. Zum anderen vollzieht sich innerhalb der Unternehmen ein Kulturwandel, mit denen auf die Herausforderungen der Digitalisierung und Vernetzungdichte reagiert wird und reagiert werden muss.

Die Frage: “Warum halten sich Unternehmen mit “Multichannel” noch zurück? “ hat Walter Benedikt in einem Gastbeitrag um weitere interessante Aspekte und Sichtweisen bereichert, indem er Soziale Netzwerke und Callcenter miteinander verglichen hat.

Kundenorienterung ist das A und O im Servicegeschäft

Digitale Kontaktpunkte werden für Kunden immer wichtiger und noch stärker wachsen ihre Erwartungen an die Serviceleistungen der Unternehmen. Auch die Zahl der neuen Lösungen zur Verbesserung des Kundenservices im Internet hat zugenommen. Chat, Instant- Messaging-basierter Kundenservice, Live-Video, Co-Browsing etc. Das haben die Unternehmen inzwischen eingesehen. Eine gewisse Skepsis blieb, doch nun richtet sie sich nicht mehr auf die Angst vor dem Neuland Internet, sondern auf die praktischen Herausforderungen an Organisation und Management.

Die Gratwanderung zwischen Kundenerwartungen und Wirtschaftlichkeit kennzeichnet die weitere Entwicklung und das Lösen von Fragestellungen zur Kanaldiversifizierung, zur Servicequalität und zur Unternehmensstrategie, bevor man die Umsetzung planen kann. Vor allem, weil die Kanäle sich nicht substituieren, sondern zusätzliche Kontakte herausfordern. Und die Kunden eine vollständige Vernetzung der Kontaktkanäle erwarten.

Zwar ist mittlerweile klar, dass eine Multichannel-Strategie grundsätzlich notwendig ist. Welche Strategie aber für Unternehmen die richtige ist, welche speziellen Chancen und Risiken und auch Kosten dahinter stehen, wie eine Umsetzung erfolgen kann, ist nicht mehr so einfach zu beantworten. Jedes Unternehmen muss für sich selbst herausfinden, was Sinn macht und was nicht.

Wenig interessant scheint es mir in diesem Zusammenhang über Telefone zu sprechen. Der entscheidende Faktor ist die Kundenorientierung. Die Realität da draußen hat sich gewaltig verändert, und bevor das Telefonat stirbt, stirbt das Unternehmen selber, wenn es sich nicht drauf einstellt.

Vernetzt Euch!

 

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Ob Multi-Channel oder #Callcenter: #Kundenservice muss sich für Unternehmen rechnen.


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Die Nutzung der neuen digitalen Kontaktpunkte im Kundenservice nimmt an Wichtigkeit zu. Es ist kaum zu leugnen. Dabei lässt sich auf Seiten der Unternehmen eine gewisse Skepsis feststellen. Das hat meiner Meinung nach weniger mit allen möglichen Gründen der Scheu vor dem Internet zu tun, sondern mit ganz praktischen Umständen.

Kunden- und Unternehmensinteressen müssen unter einen Hut

Meine These im vorherigen Artikel Herausforderungen im Callcenter-Management lautet, dass sich der Aufwand für die Kundenbetreuung durch den digitalen Multi-Channel-Ansatz nicht zwangsläufig verringern wird. Die These basiert auf zwei Argumenten: Die Kanäle substituieren sich nicht, sondern fordern zusätzliche Kontakte heraus. Die Kunden erwarten eine vollständige Vernetzung der Kontaktkanäle und immer schnellere Reaktionszeiten, wie sich in der Studie von Allianz nachlesen lässt. Folglich kommt es noch stärker als bisher auf Effizienz und Komplexitätsreduktion an. Das bedeutet für Unternehmen eine aufwändige Gratwanderung zwischen einer angemessenen Reaktion auf die Kundenerwartungen und der Wirtschaftlichkeit der Dienstleistung.

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Internetkommunikation und persönliche Nähe zwischen Kunden und Unternehmen ist mit Emotionen gepflastert


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“Wie kann persönliche Nähe mit Internetkommunikation erreicht werden?” Meine auf Facebook gestellte Frage beantwortete Sabine Hass freundlicherweise und äußerst ausführlich in 2 Kommentaren. Teil 1 und Teil 2. In Teil 2, in dem sie auf die Beziehung zwischen Kunden und Unternehmen eingeht, bringt sie eine Aussage, die mich auf weitere Gedanken gebracht hat. Sie schrieb: 

“…Für den Kunden – wenn wir von vernünftigen, durchaus verständigen und beziehungsfähigen Menschen ausgehen – muss in der Regel ein Grund vorliegen, um überhaupt eine Beziehung zu Unternehmen einzugehen. Dieser Grund bzw. dieses Motiv ist überwiegend nicht emotionaler, sondern rein funktionaler Natur …”.

 Funktionale und emotionale Gründe

Die Gründe, warum eine Bindung zwischen Menschen entsteht, ist vielfältig und komplex. Zu einem, weil wir alle unterschiedlich sind, und zum anderen, weil es dafür nicht die eine richtige Antwort gibt. In der Beziehung zwischen Kunden und Unternehmen wird das Thema Bindung noch komplexer. Wie sollen fünftausend Mitarbeiter zu 1,5 Millionen Kunden Nähe herstellen? Aber warum gehen Kunden überhaupt eine Beziehung mit einem Unternehmen ein? 

Gemeinsame Interessen von Kunden und Unternehmen.

Interessen von Kunden werden aus persönlichen Bedürfnissen geboren. Diese Bedürfnisse haben unabdinglich einen emotionalen Hintergrund und zielen auf Befriedigung. Interessen von Unternehmen sind wirtschaftlicher und finanzieller Natur, orientieren sich jedoch an den Bedürfnissen der Kunden, wie beispielsweise Sicherheit, Mobilität, Unterhaltung. In Form von Produkten oder Dienstleistungen befriedigen Unternehmen diese Bedürfnisse. Zwischen Kunden und Unternehmen besteht daher eine klare Korrelation von Interessen, die in ihrem Kern emotionaler Natur ist. 

Begeisterung und Identitätsbildung sind das Ziel

Ohne Emotion funktioniert keine Beziehung zu einem Unternehmen. Emotionen steuern die gesamte Interaktion und beeinflussen Nutzung, Treue, Status, Service-Beziehung, Unterhaltung, finanzielle Vorteile. Begeisterung und Identitätsbildung werden ebenfalls in hohem Maße von Emotionen getragen. Sie zu wecken, muss das Ziel sein. Erst wenn Kunden sich begeistern lassen und sich mit dem Unternehmen identifizieren können, haben Unternehmen alles richtig gemacht. 

Ich möchte meinen Urlaub in Dubai verbringen. Ich gehe ins Internet und klicke mich bei Emirates durch. Ich kaufe mir ein Ticket online. Während der Abwicklung fällt mir eine Frage zum Flug ein. Ich rufe eine Servicenummer an und werde höflich und sympathisch bedient. Nach einer Minute sind meine Fragen geklärt. Ich bin absolut begeistert vom Aussehen und der Usability der Webseite. Die Flugverbindungen waren super und die Abflugzeiten hervorragend. Der Preis war okay, der Kundenservice überrraschend unkompliziert und freundlich.   

Angst, Hoffnung, Sorge   

Ich hatte vom Anfang bis zum Ende der Interaktionskette mit Emotionen zu tun. Da war die Aussicht auf einen schönen Erholungsurlaub und die Angst vor einer möglichen Entäuschung, falls Abflugtage oder Abflugzeiten nicht passen sollten. Da war die Hoffnung, endlich einmal mit Emirates zu fliegen, und die Sorge, dass meine Fragen zum Flug nicht rechtzeitig geklärt werden könnten. 

Funktion im Dienst der Emotion

Bei allen Interaktionen zwischen Kunden und Unternehmen spielen Emotionen eine wichtige Rolle. Vielleicht sogar die wichtigste Rolle. Es reicht also nicht, eine Kundenbeziehung rein funktional zu sehen. Die Funktion muss immer in den Dienst der Emotionen gestellt werden. 

Kundennähe muss gelebte Unternehmenskultur sein

Wirtschaftlichkeitüberlegungen, Effizienzdenken und Kostensenkungswahn haben in der Vergangenheit dazu geführt, dass sich Unternehmen “desemotionalisiert” und die Nähe zu den Kunden verloren haben. Es ist allerdings nie zu spät, die emotionale Bindung wiederherzustellen. Das Internet und die neue Technologien bieten dafür aktuell viele Möglichkeiten. Recht verstandene Kundenbindung sollte jedoch gelebte Unternehmenskultur sein und aus innerer Überzeugung betrieben werden, und nicht – wie es aktuell meistens immer noch der Fall ist – nur oberflächlich. 

Danke Sabine Haas für die Inspirationen.

Vernetzt Euch!

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